Die kaiserliche Gedenkstele: die Maitreya-Verbindung in einer Inschrift aus der Ming-Dynastie
Die „Kaiserliche Gedenkstele“, vollständig „Stele zur kaiserlichen Anordnung über den Wiederaufbau des Goldenen Gipfels des Fanjingshan“, wurde während der Wanli-Ära der Ming-Dynastie auf kaiserliche Anordnung errichtet und befindet sich unterhalb des Alten Goldenen Gipfels. Die Stele ist 2,9 Meter hoch; auf der Stele ist oben senkrecht das Wort „Kaiserliche Anordnung“ eingraviert, flankiert von aufsteigenden Drachen und Wolkenmotiven. Der Text ist in regulärer Schrift verfasst und umfasst 1349 Schriftzeichen. Die Inschrift beschreibt ausführlich die Verbindung zwischen Maitreya und dem Fanjingshan und bezeichnet den Berg als „grenzenloses Dharmareich, Paradies der höchsten Freude“.
Für Besucher, die den Aufstieg planen, ist diese Stele ein wichtiger Knotenpunkt zum Verständnis der kulturellen Geschichte des Fanjingshan. Sie liegt unterhalb des Alten Goldenen Gipfels und ist auf dem Weg zu sehen. Wer die Inschrift über die Maitreya-Verbindung liest und dann weiter aufsteigt, gewinnt ein tieferes Verständnis für die Herkunft der Tempel und Hallen am Goldenen Gipfel.
Der Chengen-Tempel und die Hallen auf dem Gipfel: kulturelle Stätten auf dem höchsten Punkt
Der Chengen-Tempel liegt auf dem höchsten Punkt und grenzt an eine tiefe Schlucht; von hier aus hat man einen weiten Blick über die Landschaft. Über dem Eingang der Haupthalle ist die Inschrift „Kaiserlich gestifteter Chengen-Tempel“ eingraviert. Der Tempel ist ein wichtiger kultureller Knotenpunkt auf dem Aufstieg. Auf dem Goldenen Gipfel stehen zudem die Shakyamuni-Halle und die Maitreya-Halle, beide ursprünglich in der Ming-Dynastie errichtet. Links befindet sich die Shakyamuni-Halle, rechts die Maitreya-Halle, und dazwischen verbindet eine Himmelsbrücke über die Schlucht die beiden Hallen.
Der Fanjingshan ist seit jeher ein berühmter buddhistischer Berg und gilt der Überlieferung nach als Wirkungsstätte des Bodhisattva Maitreya. Die Tempelgebäude sind an die Berglandschaft angepasst und wichtige Träger der buddhistischen Kultur. Felsinschriften und Stelen dokumentieren die Geschichte und die kulturelle Entwicklung dieses berühmten Berges. Im Laufe der Jahrhunderte wurden viele Tempel errichtet, insgesamt Hunderte große und kleine, darunter die Vier Kaiserlichen Tempel und die Achtundvierzig Fußtempel. Der Guohu-Tempel ist einer der Vier Kaiserlichen Tempel. Für den Aufstieg und den Tempelbesuch gilt: früh ist besser als spät; die Route sollte mit Seilbahn und Fußweg abgestimmt werden.
Buddha-Licht und Trugbilder sowie Teegärten in den Bergen: die Verbindung von Natur und Kultur
An sonnigen Vormittagen oder Nachmittagen nach Regen können im Wolkennebel gegenüber der Sonne manchmal farbige Lichtringe erscheinen, in deren Mitte eine menschliche Gestalt zu sehen ist, die sich mit dem Betrachter bewegt. Unter bestimmten Lichtverhältnissen können im dichten Nebel auch vergrößerte Schattenprojektionen auftreten, die sogenannten „Trugbilder“. Dies ist ein einzigartiges Natur- und Kulturschauspiel unter den besonderen Wetterbedingungen des Fanjingshan. In der Nähe des Neuen und des Alten Goldenen Gipfels sind oft das „Buddha-Licht“ und „Trugbilder“ zu beobachten, die von den Menschen der Vergangenheit als „Erscheinung des Maitreya“ gedeutet wurden.
Neben dem Bergsteigen können auch die Teegärten in den Bergen in die Reise eingeplant werden. Die Region um den Fanjingshan ist hoch gelegen, neblig und feucht, was für den Teeanbau geeignet ist. In der Umgebung gibt es zusammenhängende Teegärten mit langer Teetradition. In der Frühjahrs- und Herbsterntezeit öffnen einige Teegärten für Besichtigungen und Mitmachangebote, bei denen man das Pflücken und die Verarbeitung des Tees kennenlernen kann. Man kann auch in einem Teehaus sitzen und Tee probieren, während Einheimische Geschichten über den Tee erzählen. Die Teegärten liegen meist in niedrigeren Lagen der Umgebung und lassen sich gut in die Route einbinden. In den Teegärten bitte auf den geöffneten Wegen bleiben und keine Pflanzen pflücken oder zertreten. Die konkreten Öffnungs- und Erlebnisangebote variieren je nach Jahreszeit; vor der Reise online informieren.
Hinweise für den Besuch: diese kulturellen Spuren bewahren
- Beim Betreten von Tempeln die Regeln beachten, angemessene Kleidung tragen, ruhig bleiben und religiöse Handlungen respektieren.
- Vor dem Fotografieren von Hallen und Statuen die Hinweise vor Ort beachten; in einigen Bereichen ist das Fotografieren möglicherweise nicht gestattet.
- Kulturgüter nicht besteigen und keine Inschriften einritzen; gemeinsam diese über die Jahre gewachsenen kulturellen Erbstücke schützen.
- Die kulturellen Stätten in den Bergen liegen meist entlang der Wege und im Gipfelbereich; während des Besuchs in den geöffneten Bereichen bleiben.
- Tee bitte über Geschäfte mit ausgezeichneten Preisen kaufen, nach Bedarf und vernünftig konsumieren.