Ein dreidimensionales Geologie-Lehrbuch
Der Fanjingshan liegt im Übergangsgebiet vom Yunnan-Guizhou-Plateau zum Hügelland im Westen Hunans und ist eine der älteren Regionen Südchinas, die sich früh aus dem Meer hoben; hier sind Gesteinsschichten und Landformen erhalten, die vor etwa 1 bis 1,4 Milliarden Jahren entstanden. Einsame Gipfel ragen empor, Steilwände sind schroff, Schluchten tief – die Erosion von Wind und Wetter über Hunderte Millionen Jahre hat hier einzigartige Felslandschaften geformt.
Typische Landformen
- Felswälder und bizarre Felsen: Das metamorphe Gestein auf dem Gipfel liegt nahezu horizontal, die vertikalen Klüfte sind ausgeprägt; nach Verwitterung und Einsturz entstanden Gipfelfelsen wie der Pilzfelsen, der Adlerfelsen, die Zehntausend Bücher und der General-Kopf;
- Schluchten und Kammtäler: Durch Tektonik und Wassererosion entstanden tiefe, steile Schluchtlandschaften;
- Kuppelförmiger Bergkörper: Der Höhenunterschied ist gewaltig, es zeigt sich ein typisches kuppelförmiges Bergökosystem.
Wasser und Wasserfälle
Vom Gipfel des Fanjingshan fließen die Gewässer in alle Richtungen; das Gebiet ist für seine „neunundneunzig Bäche“ bekannt, und die Höhenunterschiede bilden zahlreiche Wasserfälle. In der wasserreichen Zeit rauschen die Bäche und donnern die Wasserfälle und verleihen diesem alten Berg Lebendigkeit.
Warum es sich lohnt, darüber zu wissen
Wer ein wenig über den geologischen Hintergrund weiß, sieht beim Aufstieg nicht nur „Steine“, sondern ein über Hunderte Millionen Jahre reichendes Kapitel der Erdgeschichte. Beim Besuch bitte keine Gesteinsproben anschlagen, beklettern oder mitnehmen, damit diese wertvollen geologischen Zeugnisse dauerhaft erhalten bleiben.